11. Januar 2022

Gesundheitliche Vorteile einer pflanzlichen Ernährung

Neben Klimaschutz und Tierwohl sprechen auch zahlreiche gesundheitliche Gründe für eine vegane Ernährung – natürlich vorausgesetzt, es werden alle kritischen Nährstoffe in ausreichender Menge aufgenommen. Welche Nährstoffe das sind und in welchen Lebensmitteln sie stecken, erfährst du hier (Verlinkung Woche 1). Ist das gegeben, hat die vegane Ernährung großes Potential die Entstehung von sogenannten Zivilisationskrankheiten (z. B. Übergewicht, Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall) zu verhindern. Das liegt vor allem daran, dass pflanzliche Nahrungsmittel in der Regel mit weniger Kalorien und einer großen Palette an Nährstoffen punkten. Schauen wir uns das mal genauer an:

  • Gut fürs Herz:
    In tierischen Produkten stecken vermehrt gesättigte, also weniger gute Fettsäuren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern können. Pflanzliche Lebensmittel liefern vor allem (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren – und diese sind deutlich besser für uns.
  • Gut gegen Schlaganfall:
    Pflanzliche Lebensmittel versorgen uns ausgesprochen gut mit Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien aus Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Der regelmäßige Verzehr dieser Nährstoffbomben soll das Risiko für Schlaganfälle deutlich senken.
  • Gut für den Blutdruck:
    Zu den Ursachen für einen hohen Blutdruck zählen unter anderem Übergewicht und mangelnde Bewegung, der Verzehr von viel rotem Fleisch und ein zu hoher Salzkonsum. Demzufolge haben Veganer*innen durchschnittlich einen niedrigeren Blutdruck als Fleischesser*innen. Außerdem kann ein hoher Blutdruck wiederum zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.
  • Gut gegen Gicht:
    Gicht ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, die durch einen Überschuss an Harnsäure im Körper ausgelöst wird. Neben übermäßigem Alkoholgenuss zählen auch eine sehr fleischreiche Ernährung und Übergewicht zu den Ursachen.
  • Gut fürs Körpergewicht:
    Pflanzliche Nahrungsmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte liefern im Gegensatz zu tierischen Produkten weniger Kalorien und dafür mehr Ballaststoffe. Aber Vorsicht: Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe von veganen Produkten, die vegan und trotzdem hoch verarbeitet, sehr fett- oder zuckerreich sind.
  • Gut gegen Diabetes:
    In Deutschland, aber auch weltweit nimmt die Zahl an Diabetes-Typ-2-Erkrankten immer mehr zu. Eine Ursache hierfür ist Übergewicht durch eine fett-, zucker- und fleischreiche Ernährung. Studien bestätigen: Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, hat ein deutlich geringeres Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Außerdem kann eine pflanzliche Ernährung den Verlauf einer bereits bestehenden Erkrankung deutlich verbessern.
Veronika Ahr, Ernährungswissenschaftlerin

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