28. Dezember 2021

Gesunde Gewohnheiten

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – in dieser Redewendung findet sich beinahe jede/r von uns wieder. Nicht ohne Grund, denn unser tägliches Handeln wird bis zu 50% durch Gewohnheiten bestimmt. Das ist auch gut so, denn Gewohnheiten erleichtern unser Leben, indem sie Handlungen automatisch ablaufen lassen. So müssen wir nicht jeden Tag aufs Neue überlegen, ob morgens erst die Kaffeemaschine angeschmissen wird und dann die Zähne geschrubbt werden oder umgekehrt. Wir sparen dadurch also Zeit und Energie.

Besonders wenn es um unser Ernährungs- und Essverhalten geht, spielen Gewohnheiten eine sehr große Rolle. Gute Gewohnheiten können sehr hilfreich sein und unsere Gesundheit unterstützen, allerdings schleicht sich auch hin und wieder eine schlechte Angewohnheit in unseren Alltag ein. Diese abzulegen oder loszuwerden ist nicht immer ganz einfach. Meist fällt es uns leichter neue Gewohnheiten zu entwickeln, anstatt alte starre Muster zu durchbrechen. Du fragst dich was das für Gewohnheiten sein könnten? Hier einige Beispiele:

  • Ein Glas Wasser am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen: Am besten handwarm und direkt nach dem Aufstehen, das bringt deine Verdauung in Schwung und gleichzeitig versorgst du den Körper mit Flüssigkeit.
  • Frühstück nicht vergessen: Das Frühstück wird nicht umsonst als Sprungbrett in den Tag bezeichnet. Und wenn du dein Frühstück bereits am Vorabend zubereitest, kannst du morgens fünf Minuten länger schlummern.
  • Bunt ist gesund: Gelbe Paprika, grüne Bohnen, Rote Bete, orangefarbener Kürbis – je bunter du isst, desto mehr Mikronährstoffe bekommt dein Körper. Ganz nach dem Motto: Eat the rainbow!
  • Gut gekaut ist halb verdaut: Wer gründlich kaut, isst langsamer und insgesamt weniger. Zusätzlich wird die Produktion von Verdauungssäften angeregt und dadurch die Verdauung entlastet.
  • Handy weg: Wer kennt sie nicht, die Mittagspause, in der schnell was gefuttert wird und nebenbei Social Media gecheckt wird. Dabei wird häufig mehr gegessen, als der Körper braucht. Versuch doch mal deine nächste Mahlzeit bewusst und ohne Ablenkung durch Musik, TV oder Handy zu essen.

Die Liste könnte beinahe endlos fortgesetzt werden, doch jetzt bist du an der Reihe. Welche der aufgezählten Ernährungsgewohnheiten sind bereits Teil deines täglichen Ernährungsverhaltens? Welche noch nicht? Versuch doch mal, diese bewusst in deinen Tag einzubauen und durch regelmäßige Wiederholung zu festigen. Mach aus einem Gewohnheitstier ein voll gesundes Gewohnheitstier!

Veronika Ahr, Ernährungswissenschaftlerin

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